Mit 0–20 V, 0–45 A und 900 W Nennleistung bietet das DP20-45H Spielraum für Prüfungen an Niederspannungselektronik. Die Versorgung lässt sich am Gerät einstellen oder in selbst erstellten Prüfprogrammen wiederholt durchfahren. Das ist etwa bei 12-V-Bordnetzkomponenten, Beleuchtungselektronik und DC/DC-Wandlern nützlich: Verhalten und Stromaufnahme lassen sich an mehreren Betriebspunkten vergleichen. Für Entwicklungsaufgaben an stromstarken Elektronikbaugruppen ergänzt die Fernmessung den Prüfaufbau.
Für reproduzierbare Entwicklungs- und Messaufgaben verbindet die DP-H Serie digitale CC-/CV-Regelung mit einer Einstell- und Anzeigeauflösung von 1mV / 1mA. Das Farbdisplay, die numerische Tastatur und der Drehencoder erleichtern die Vorgabe und Überwachung der Ausgangswerte. Die Genauigkeitswerte sind separat in den technischen Daten angegeben.
Wiederkehrende Prüfabläufe definieren Sie selbst: Spannungs-, Strom- und Leistungsverläufe werden über die Zeit festgelegt, im Gerät gespeichert und automatisch ausgeführt. Ein externer Computer ist für den Ablauf nicht erforderlich. Ergänzend steht eine Batterieladefunktion zur Verfügung. RS232 mit SCPI, RS485 mit Modbus RTU und analoge 0 … 5V Ein- und Ausgänge ermöglichen die Einbindung in übergeordnete Steuerungen.
| Konnektivität | RS232 mit SCPI und RS485 mit Modbus RTU serienmäßig. Analoge Steuerung und Rückführung über 0 … 5V sowie externer Trigger für programmierte Abläufe. |
| Funktionalität | CC-/CV-Betrieb mit automatischem Übergang, programmierbare Testzyklen und Batterieladefunktion. Fernmessung zur Kompensation von Leitungsverlusten bis 2V. |
| Ausgangskonfiguration | Potentialfreier, kurzschlussfester Ausgang. Die verfügbare Kombination aus Spannung, Strom und Leistung richtet sich nach dem gewählten Modell. |
| Sicherheit | Übertemperaturschutz sowie einstell- und aktivierbarer Überspannungs- und Überstromschutz mit Statusanzeige. Sperrbare Frontbedienung. Der externe Programmtrigger ist kein Sicherheitsinterlock. |
| Erweiterbarkeit | Anwendungsspezifische Erweiterung durch AP9 und AP8. Keine Polaritätsumschaltung. |
Kompakt und präzise
Präzision im handlichen Format
Symbolbild eines DP-H Labornetzgerätes.
Nutzen Sie Ihre Stromversorgung dort, wo sie gerade gebraucht wird: Die kompakte Bauform und der Tragegriff erleichtern den Wechsel zwischen Prüfplätzen. Eine temperaturabhängige Lüftersteuerung mit fünf Temperatursensoren passt die Kühlung an die Belastung an.
Abnehmbare Gummipolster schützen Front- und Rückseite gegen mechanische Einwirkungen. Für den stationären Einsatz lassen sich ohne die Polster bis zu vier Geräte in einem separat erhältlichen 4HE-Rackeinschub montieren. Damit schaffen Sie einen platzsparenden Prüfaufbau mit vier unabhängig nutzbaren Kanälen.
Testabläufe automatisieren, Ergebnisse im Blick behalten
4,3-Zoll-Farbdisplay und komfortable Frontbedienung
Sollwerte, Istwerte und zeitliche Verläufe stehen übersichtlich zur Verfügung. Mit numerischer Tastatur und Drehencoder gelangen Sie schnell zur gewünschten Einstellung und können Werte direkt eingeben oder schrittweise anpassen.
Eigene zeitabhängige Prüfabläufe
Erstellen Sie Ihre Spannungs-, Strom- und Leistungsverläufe passend zur Prüfaufgabe und speichern Sie die Abläufe im Gerät. Jedes Programm umfasst bis zu 100 Schritte. Legen Sie die Wiederholungen fest und starten Sie die Ausführung am Frontpanel oder über den externen Trigger. Über ein USB-Laufwerk übertragen Sie gespeicherte Abläufe auf weitere Geräte.
Programmierbare Batterieladefunktion
Definieren Sie einen zu Ihrer Batterie passenden Ladeverlauf und integrieren Sie wiederholbare Ladeaufgaben in Ihren Prüfprozess. Spannung und Strom lassen sich zusätzlich über eine externe Steuerung protokollieren. Ladeparameter und Schutzmaßnahmen werden auf die angeschlossene Batterie abgestimmt.
Erweiterungsmodule der AP Serie
Mehr Möglichkeiten für Ihre Anwendung
Symbolbild eines DP-M Netzgerätes mit AP8-Modul. Die Erweiterung wird passend zum Netzgerät und zur Anwendung gefertigt.
Integrierter Rückstromschutz und zusätzliche Schutzmodule
Die Ausgangsgleichrichterstufe bietet bereits einen grundlegenden Schutz gegen gleichpolige Rückströme innerhalb der zulässigen Gerätegrenzen. Für energiereiche Lasten oder Rückspannungstransienten lässt sich der Schutz gezielt ergänzen. Das Netzgerät ist dabei keine unbegrenzt belastbare Energiesenke. Die erforderliche Auslegung richtet sich nach Rückstrom, Rückspannung und gespeicherter Lastenergie.
Modell AP9: Anwendungsspezifischer Rückstrom- und Rückspannungsschutz
Mit AP9 stimmen Sie den zusätzlichen Schutz auf anspruchsvolle induktive oder kapazitive Lasten ab. Das Modul wird auf Bestellung für die erwarteten Ströme, Spannungen und Energien gefertigt. Möglich sind eine kombinierte Schutzbeschaltung gegen hohe Rückströme und Rückspannungen, insbesondere Transienten mit umgekehrter Polarität, oder eine Ausführung als aktiver Bremschopper zur Umsetzung rückgespeister Energie in Wärme. Dimensionierung und zulässige Betriebszyklen werden passend zu Ihrem Prüfaufbau vereinbart.
Modell AP8: Zusätzlicher ausgangsseitiger EMV-Filter mit Kapazität
Für erhöhte Anforderungen an die Versorgung Ihrer Last kombiniert AP8 einen dreistufigen EMV-Filter mit zusätzlicher Ausgangskapazität. Das Modul unterstützt die Reduzierung leitungsgebundener Störungen und stabilisiert die Versorgung anspruchsvoller Verbraucher. Die Auslegung berücksichtigt Netzgerät, Last und die gewünschte Dynamik.
Alle AP-Module werden auf Bestellung gefertigt und in Gehäuse und elektrischer Auslegung an Ihre Anwendung angepasst.
Anschlussmöglichkeiten
Einfach in Ihre Prüfabläufe integrieren
Symbolbild der Anschlüsse eines DP-H Labornetzgerätes. Position und Ausführung können je nach Revision abweichen.
RS232 und RS485 (Standard)
RS232 verwendet SCPI, RS485 verwendet Modbus RTU. Dokumentierte Protokolle und mitgelieferte LabVIEW-Beispiele erleichtern die Entwicklung eigener Steuerungslösungen und die Anbindung an bestehende Prüfstände.
Fernmesseingang (Standard)
Regeln Sie die Spannung dort, wo sie benötigt wird: Der Fernmesseingang erfasst sie direkt an der Last und kompensiert Leitungsverluste bis 2V. Das unterstützt eine präzise Versorgung besonders bei hohen Strömen und längeren Anschlussleitungen.
Externer Trigger (Standard)
Starten oder unterbrechen Sie gespeicherte automatische Abläufe über ein externes Signal. So lässt sich die Programmausführung mit anderen Schritten Ihres Prüfprozesses koordinieren. Der Programmtrigger ist kein Sicherheitsinterlock. Eine Interlock-Schleife ist bei dieser Serie weder serienmäßig noch optional vorgesehen.
Analoge Ein- und Ausgänge (Standard)
Über 0 … 5V-Signale geben Sie Spannung und Strom vor und lesen deren Istwerte aus. Weitere Anschlüsse dienen der Ausgangssteuerung, dem Trigger und der Statusrückmeldung. Eine 5V-Referenz erleichtert den Anschluss externer Potentiometer. Die genaue Pinbelegung finden Sie im Handbuch.







