Mit 0–30 V, 0–150 A und 4,5 kW maximaler Nennleistung richtet sich das DP30-150S an stromintensive Niederspannungsaufgaben. Die Stromregelung erlaubt definierte Belastungs- und Prozesspunkte. Interessant sind 24-V-Leistungsbaugruppen, Elektrolyse- und Galvanikversuche sowie Tests an DC-Kontaktverbindungen. Der hohe Strom ist auch bei niedrigerer Betriebsspannung nutzbar.
Die DP-S Serie verbindet ein transportables Tischgehäuse mit einer einstellbaren DC-Versorgung für Entwicklung, Prüfung und Service. Der automatische Übergang zwischen Konstantspannungs- und Konstantstrombetrieb unterstützt die Inbetriebnahme und Untersuchung unterschiedlicher Prüflinge.
Spannung und Strom lassen sich am Frontpanel vorgeben oder über den serienmäßigen USB-Anschluss mit virtuellem COM-Port und Modbus RTU steuern. Optionale analoge Steuereingänge und eine Interlock-Schleife ergänzen die Anbindung. Für länger laufende Belastungsversuche beachten Sie das nachstehende Betriebsprofil mit kontinuierlicher Teillast und zeitlich begrenzter Volllast.
| Konnektivität | USB mit virtuellem COM-Port und Modbus RTU serienmäßig. Optional analoge Steuerung von Spannung und Strom über 0 … 5V, 0 … 10V oder 4 … 20mA sowie eine Interlock-Schleife. |
| Funktionalität | CC-/CV-Betrieb innerhalb der modellspezifischen Einstellbereiche. Bis 60% der jeweiligen Nennleistung ist kontinuierlicher Betrieb möglich. Darüber stehen bis zur Nennleistung mindestens 1h bei 25°C Umgebungstemperatur zur Verfügung. |
| Ausgangskonfiguration | Potentialfreier, kurzschlussfester Ausgang. Keine Fernmessung. |
| Sicherheit | Schutz gegen Übertemperatur, Überspannung und Überstrom. Vollständige Ausgangsabschaltung zur Abkühlung bei 85°C Kühlkörpertemperatur. |
| Erweiterbarkeit | Anwendungsspezifische Erweiterung durch AP9 und AP8. |
Hohe Leistung im kompakten Format
Leistungsreserven für wechselnde Prüfaufgaben
Symbolbild eines DP-S Labornetzgerätes.
Die DP-S Serie bietet eine praktische Alternative, wenn am Einsatzort keine große stationäre Stromversorgung erforderlich ist. Das breite Modellspektrum ermöglicht die Auswahl passender Spannungs-, Strom- und Leistungsbereiche. Für längere Belastungstests ist das folgende Betriebsprofil zu berücksichtigen.
Dauerbetrieb und zeitlich begrenzte Volllast
| Bis einschließlich 60% der modellspezifischen Nennleistung | Kontinuierlicher Betrieb |
| Über 60% bis 100% der modellspezifischen Nennleistung | Mindestens 1h bei 25°C Umgebungstemperatur |
| Kühlkörpertemperatur erreicht 85°C | Der Ausgang wird vollständig abgeschaltet und das Gerät kühlt ab |
Der aktuelle Betriebszustand wird am Frontpanel angezeigt. Während der Kühlphase ist der Ausgang vollständig abgeschaltet. Nach Beseitigung der Ursache und ausreichendem Abkühlen setzen Sie den Ausgangszustand auf OFF zurück und schalten anschließend bewusst wieder auf ON. Allein durch Abkühlen startet der Ausgang nicht erneut.
Komfortabel bedienen und gezielt automatisieren
Grob- und Feineinstellung für Spannung und Strom
Jeweils zwei Drehregler ermöglichen die schnelle Einstellung des gewünschten Bereichs und die anschließende Feinanpassung. Helle vierstellige LED-Anzeigen stellen Spannung und Strom dar. Zusätzliche Statusanzeigen informieren über Betriebs- und Fehlerzustände.
Fernsteuerung passend zu Ihrem System
USB mit virtuellem COM-Port ist bei der aktuellen Ausführung serienmäßig vorhanden. Optional können analoge Steuereingänge für Spannung und Strom sowie eine Interlock-Schleife bestellt werden. Die analogen Anschlüsse sind frontseitig über eine geschirmte Steckverbindung erreichbar, sodass die Einbindung auch bei beengtem Prüfaufbau komfortabel bleibt.
Erweiterungsmodule der AP Serie
Mehr Möglichkeiten für Ihre Anwendung
Symbolbild eines DP-M Netzgerätes mit AP8-Modul. Die Erweiterung wird passend zum Netzgerät und zur Anwendung gefertigt.
Integrierter Rückstromschutz und zusätzliche Schutzmodule
Die Ausgangsgleichrichterstufe bietet bereits einen grundlegenden Schutz gegen gleichpolige Rückströme innerhalb der zulässigen Gerätegrenzen. Für energiereiche Lasten oder Rückspannungstransienten lässt sich der Schutz gezielt ergänzen. Das Netzgerät ist dabei keine unbegrenzt belastbare Energiesenke. Die erforderliche Auslegung richtet sich nach Rückstrom, Rückspannung und gespeicherter Lastenergie.
Modell AP9: Anwendungsspezifischer Rückstrom- und Rückspannungsschutz
Mit AP9 stimmen Sie den zusätzlichen Schutz auf anspruchsvolle induktive oder kapazitive Lasten ab. Das Modul wird auf Bestellung für die erwarteten Ströme, Spannungen und Energien gefertigt. Möglich sind eine kombinierte Schutzbeschaltung gegen hohe Rückströme und Rückspannungen, insbesondere Transienten mit umgekehrter Polarität, oder eine Ausführung als aktiver Bremschopper zur Umsetzung rückgespeister Energie in Wärme. Dimensionierung und zulässige Betriebszyklen werden passend zu Ihrem Prüfaufbau vereinbart.
Modell AP8: Zusätzlicher ausgangsseitiger EMV-Filter mit Kapazität
Für erhöhte Anforderungen an die Versorgung Ihrer Last kombiniert AP8 einen dreistufigen EMV-Filter mit zusätzlicher Ausgangskapazität. Das Modul unterstützt die Reduzierung leitungsgebundener Störungen und stabilisiert die Versorgung anspruchsvoller Verbraucher. Die Auslegung berücksichtigt Netzgerät, Last und die gewünschte Dynamik.
Alle AP-Module werden auf Bestellung gefertigt. Gehäuse und elektrische Auslegung richten sich nach Ihrer Anwendung.
Anschlussmöglichkeiten
Leistungsversorgung und Steueranschlüsse
Symbolbild der DP-S Serie. Die Anschlüsse richten sich nach Modell, Revision und gewählter Ausstattung.
Einphasiger Netzanschluss
Auch die leistungsstärkeren DP-S Modelle werden einphasig versorgt. Je nach Modell kommen C19/C20-Verbindungen oder entsprechend ausgelegte Steckverbindungen mit Zugsicherung zum Einsatz. Ein passendes Anschlusskabel gehört zum Lieferumfang. Bei 6kW-Modellen ist eine entsprechend dimensionierte Versorgung mit 32A-Absicherung erforderlich.
USB mit virtuellem COM-Port (Standard)
Verbinden Sie das Netzgerät über USB mit Ihrem Computer. Die Kommunikation erfolgt mit Modbus RTU über einen virtuellen COM-Port, nicht über einen nativen RS232-Anschluss. Das dokumentierte Protokoll ermöglicht die Vorgabe von Ausgangswerten und das Auslesen von Messwerten aus Ihren eigenen Prüfprogrammen.
[A1] Interlock-Schleife (optional)
Eine offene Schleife blockiert den Ausgang, eine geschlossene Schleife gibt ihn frei. Damit lässt sich eine externe Freigabebedingung in den Prüfaufbau einbeziehen.
[U] Externe analoge Steuerung U (optional)
Geben Sie die Ausgangsspannung über 0 … 10V (U1), 0 … 5V (U2) oder 4 … 20mA (U3) vor.
[L] Externe analoge Steuerung I (optional)
Für die Ausgangsstromvorgabe stehen 0 … 10V (L1), 0 … 5V (L2) oder 4 … 20mA (L3) zur Auswahl. Die analogen Signale werden über den frontseitigen DIN-Anschluss geführt. Der passende Gegenstecker gehört bei entsprechender Ausstattung zum Lieferumfang.








